Schabernacktball

..Daß es sich hierbei um eine Ballnacht mit vorwiegend freizügig Kostümierten handelt, sagt schon der Name aus. Zumindest einer der größten Bälle dieser Art ist der Schabernacktball zu München, bis vor Corona stets nach dem Motto: „Kommen’s so oder so, aber mit’m bisserl wos o!“. Was bedeutet, daß jener bewußte Feigenblatt-Bereich des Körpers überdeckt sein muß, welchen an dieser Stelle genauer zu beschreiben sich wohl erübrigt.
..Den Beginn erlebte einst der gewagteste öffentliche Faschingsball Bayerns am Münchner Nockherberg. Nach einem kurzen Abstecher in das ehemalige Flughafengelände landete die weit über Deutschland hinaus bekannte Veranstaltung schließlich jahrelang im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, um am 15. Februar 2020 zum insgesamt 42. „Schabernackt München“ wieder an den Ursprungsplatz auf den Nockherberg zurückzukehren.
..Dann kam Corona und der Ball entfiel wie alle anderen Bälle zwei Jahre lang. Denn mit 3G-Regel, medizinischen Masken und Abstandspflichten war der Grundgedanke des Balles nicht zu vereinbaren. „So wollen wir nicht feiern!“ lautete die öffentliche Reaktion der Veranstalter aus verständlichen Gründen und: Der Ball solle, sofern es bis dahin realisierbar wäre, am 11. Februar 2023 wieder stattfinden (Stand: August 2022).
..Fotografieren oder Filmen ist auf diesem Ball selbstverständlich strengstens verboten, dafür sorgt ein großes und erfahrenes Team an Securities, welches auch eine strenge Taschenkontrolle durchführt. Die Veranstalter bieten allerdings im Saal einen Fotografen für private Fotos, ein Top-Programm der Extraklasse, hervorragende Küche und die traditionell ausgezeichnete Stimmung. Nur eines hatten sie nie und werden sie bestimmt auch niemals anbieten: Umkleidekabinen!

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