Tusch

Von Kapelle od. Sitzungsorchester gespieltes musikalisches Kurzelement, das verschiedene Publikumswirkungen auslöst.

Der allgemein bekannteste Tusch dient dem Zweck, das im Gespräch befindende Publikum um Aufmerksamkeit zu bitten:

Die folgenden Tusch-Versionen sind in Faschingssitzungen bei Büttenreden zur Betonung einer Pointe üblich.

Der einfachste ist der nur aus einem Akkord bestehende Tusch,

welcher „Dreiklang-Tusch“ genannt wird, weil es zwar vier Noten, aber nur drei verschiedene Töne sind:

Bei besonders effektvollen Pointen wird der Dreiklang zweimal umgesetzt,

wobei die letzte (Viertel-)Note ein Baß-/Gr.Trommel-Solo bedeutet:

Fehlt nur noch der (schon aus den Anfängen der Mainzer Sitzungen) bekannte Büttentuschden Herbert Bonewitz in seiner Büttenschieber-Rede als „Bumm-Tä-Bumm-Tä-Bumm-Tä“ bezeichnete:

Selbstverständlich gibt es zahlreiche Variationen und Arrangements, meist auch abhängig von der jeweiligen Kapellen- oder Orchesterbesetzung.

Tanz- und Showbands haben oft auch ihren eigenen Tusch, z.B. basierend auf ihren Musikstil. Manche unterlegen ihren Tusch sogar mit Gesang.

 

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