Tanzschuhe

Spitzentanzschuhe im Show-Design
Foto: Tanzsportbedarf Haschberger, Regensburg

Die Vielfalt an unterschiedlichsten Tanzschuhen ist erstaunlich.

Alleine mit den tausenden weltweit verschiedenen Volkstanzschuhen könnte man ganze Museen füllen.

Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Jeder hochwertige Tanzschuh ist bezüglich Sohle, Absätze, Gewicht und Verformbarkeit speziell für die jeweilige Tanzsportart konzipiert und erfordert ein Höchstmaß an Präzision in der Herstellung sowie einen absolut fachgerechten Verkauf.

 

Ob Tanzschüler(in), Amateur- oder Profitänzer(in):

An der vollen Qualität des erfahrenen Fachhändlers mit umfangreichem Sortiment, perfekter Beratung und leistungsstarkem Service führt absolut kein Weg vorbei.

Dazu zählt auch die fachkundige Beratung bezüglich der Pflege eines Tanzschuhes! Und hier bekommt man auch z.B. die passende Metallbürste für das „Wieder-Aufrauhen“ der Schuhsohlen.

 

Tanzschuhe:

Als „Tanzschuhe“ bezeichnet man genau genommen nur die beiden Gruppen Standard und Latein, alle weiteren bezeichnet man mit ihren speziellen Namen.

 

Standardtanzschuhe
Dies ist z.B. der Schuh für den Prinzenwalzer.

Für Damen gibt es die Formen Pumps mit einteilig durchgehendem Schaft und Deux Pieces mit zweiteiligem Schaft, also getrennter Vorder- und Hinterkappe, wobei diese die bessere Verformbarkeit der Gelenkfeder bieten soll.
Herrenstandardschuhe sind für den Laien von normalen Halbschuhen wohl kaum zu unterscheiden. Die Höhe des Absatzes ist 2,5 cm und die Farbe ist in der Regel schwarz. Turniertänzer tragen zum Frack grundsätzlich schwarze Lackschuhe.

 

Standard, Latein, argentinischer Tango
Foto: Tanzsportbedarf Haschberger, Regensburg

Lateintanzschuhe
Bei den Damen sind es zweiteilige Sandalettenformate, die man an den vorderen Riemchenhalterungen gut erkennen kann. Der Lateintanzschuh bietet durch seine kürzere Gelenkfeder eine optimale Flexibilität. Laut Aussage einer Turniertänzerin soll das Wichtigste eine „wie eine zweite Haut anliegende“ perfekt passende Fersenkappe sein. Die für Latein übliche Absatzhöhe von 6 bis 7,5 cm wird nur selten überschritten.
Bei den Herren ist der Absatz von 3,5 bis 4,5 cm deutlich höher als beim Standardtanzschuh.

 

Steppschuhe
Diese sind von „normalen“ Halbschuhen erst zu unterscheiden, wenn man die Sohlen betrachtet, welche von der Fußspitze bis zur Fußballenmitte und am Absatz mit Metall-, manchmal auch mit Fiberglasbeschlägen ausgestattet sind, die das für den Stepptanz typische Klack-Geräusch auslösen. Daß diese Beschläge auch zum Nachrüsten für normale Halbschuhe im Handel sind, wird zumindest von Profisteppern eher belächelt.
Viele denken übrigens, daß Steppschuhe auch von Flamencotänzern genutzt würden. Dies ist völlig falsch. Die Beschläge von Flamencoschuhen bestehen nicht aus Metallplatten, sondern NUR aus einzeln eingeschlagenen Nägeln, aber nicht einer neben dem anderen: Die Nägel überlappen sich gegenseitig! Und obwohl der vordere Beschlag nicht wie beim Steppschuh bis zur Ballenmitte, sondern nur an der Sohlenspitze (und natürlich am kompletten Absatz) erfolgt, hat ein einziges Schuhpaar oft mehrere hundert Nägel.

 

Ballettschuhe, rechts: Kinderschläppchen
Foto: Tanzsportbedarf Haschberger, Regensburg

Ballettschuhe:

 

Spitzenschuhe
Der Ballettschuh für den Spitzentanz hat eine abgeflachte und mit Versteifung ausgepolsterte Schuhspitze und wird mit Seidenbändern gekreuzt bis über die Knöchel am Fuß fixiert. Die Sohle ist nur teilweise verstärkt und hat seit dem Jahr 1730 keinen Absatz. Das Obermaterial der Profi-Spitzenschuhe ist extrem dünn, deshalb sehr empfindlich und einem hohen Verschleiß unterlegen. Darum kommt es durchaus vor, daß eine Ballerina im Laufe eines Ballettabends ihre Spitzenschuhe wechseln muß. Ausgemusterte Spitzenschuhe bekannter Profis landen (natürlich mit Autogramm) in den Händen von Fans.

 

Schläppchen
Das sind die absatzlosen Schuhe für’s Ballett-Training. Im Gegensatz zu den Spitzenschuhen haben sie weder versteifte Spitzen noch teilverstärkte Sohlen, dafür aber das optimale Kontaktgefühl der Fußsohle zum Tanzboden.

 

 

 

 

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