Mainzer Fastnachtsmuseum

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„H e l a u !“

 

So wird der Besucher am Eingang begrüßt… und sofort ist jeder „Freund der fünften Jahreszeit“ hier zuhause.

 

Schnell ins Auge stechen natürlich die fünf ausgestellten (von insgesamt dreißig) der in den Rosenmontagszügen auffallenden „Schwellköpp“, Leihgaben des Mainzer Carneval-Vereins MCV, von denen wir u.a. die „Fett‘ Muck“ bewunderten, welche Gäste für ein Erinnerungsfoto sogar mal kurz anziehen dürfen, sowie den „Onkel Theobald“, der aufgrund seiner Höhe schwer zu balancieren ist und bei starkem Wind am Rosenmontag nicht im Zug sein kann.

 

 

Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht

Vielleicht der häufigste Grund für den Besuch dieses Museums: Hier werden Erinnerungen wach! Erinnerungen an die Zeit, in der man sogar schon als Kind „aufbleiben“ durfte, um die Fernsehsitzungen anzuschauen. Man fühlt sich zurückversetzt in die Frühzeit einer Sendung, die im deutschen Fernsehen schnell zu Straßenfegern motierte. Zurückversetzt in die Zeiten wahrer Stars, deren Relikte man hier bestaunen darf. Einer der Besucher, selbst Büttenredner, steht nach einer Anreise von vielen hundert Kilometern vor der zweiten Vitrine und deutet auf die Hornbrille des legendären Sitzungspräsidenten Rolf Braun. „Für wie viele deutsche Sitzungspräsidenten war der ein Vorbild!“ Nebenan die Kostüme des ulkig streitenden Putzfrauenduos Frau Babbisch und Frau Struwwelich.

Kostüme Babbisch / Struwwelich

 

„Kuck mal, das Stoffgänssche‘ von Herbert Bonewitz!“ Auf der anderen Vitrinenseite steht ein Besucher ehrfürchtig vor dem Originalklavier des blinden Komponisten Toni Hämmerle. Fünfzig Schlager verdankt ihm die Narrenwelt, wie z.B. Hier am Rhein geht die Sonne nicht unter und Gell, du hast mich gelle gern. Ein anderer Besucher sagt: „Das hat er für die Margit Sponheimer geschrieben. Schau, da ist sogar ein Kostüm von ihr! Ah, da ist auch eines von den Mainzer Hofsängern!“

Und man erinnert sich an Hämmerle’s bekanntestes Werk, das „Humba Täterä“ für den singenden Dachdeckermeister Ernst Neger, dessen Lederschürze nicht zufällig neben Hämmerle’s Klavier ausgestellt ist!

 

 

 

Wer mal kurz rasten, aber trotzdem unterhalten werden will…

Originalbütt der Fernsehfasenacht Besucher können sich hier als Redner versuchen und per Tastendruck mit Applaus, Tusch etc. belohnen.

…der setzt sich vor die Videowand und bestaunt noch einmal Büttenreden, die Präsentation von Fastnachtsliedern wie Heile, heile Gänsje oder Am Rosenmontag bin ich geboren von Margit Sponheimer.  „Hihi,“ sagt ein Szenenkenner nebenan, „die ist in Frankfurt geboren!“ Man kann an dieser Videowand sogar nochmal in die letzte Fernsehsitzung reinsehen!

 

 

Hier bleibt man länger als man dachte!

Obwohl dieses Museum nicht die Megadimensionen anderer Museen aufweist, kann man sich hier wunderbar stundenlang amüsieren und informieren, zum Beispiel vor dem Sammelband mit den Abbildungen der Mottowägen früherer Rosenmontagszüge. Man blättert sich hier durch eine herrliche Rückschau auf die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Highlights deutscher Vergangenheit. Mit Spaßgarantie! Oder man stellt sich in die „Eule“, die wahrscheinlich bekannteste Bütt der Welt und testet sein Talent als Büttenredner. Immerhin verdanken wohl viele hundert Büttenredner im deutschsprachigen Raum ihre ersten Schritte in die Bütt der Liebe zu den Mainzer Fernsehsitzungen.

 

 

Garde der Prinzessin Mainz e.V. 1886 Generalfeldmarschall Uniform von Walter Brand

Weitere Ausstellungen

Große Vitrinen mit Orden, die chronologische Reihe Mainzer Zugplakettchen, Uniformen traditioneller Mainzer Fastnachtskorporationen (sh. Abb.) und…

…die Kleidung eines Mainzer Kinderprinzen, womit in Mainz eine seltene Besonderheit verknüpft ist. Der Kinderprinz darf sein Amt so lange behalten, bis ihm „die Kleidung nicht mehr paßt“, in der Regel maximal drei Jahre. Darum wird es für die erste Kampagne (Session) ein bißchen ausreichend weit geschneidert. Im zweiten Jahr paßt dann alles ganz prima. Und wenn’s im dritten Jahr dann auch ein wenig zwickt, nimmt das der Prinz gerne in kauf, denn die Rolle des Kinderprinzen ist hier nicht zu unterschätzen: Ein „großes“ Prinzenpaar stellt die Stadt Mainz nämlich nur zu besonderen Anlässen wie z.B. in Jubiläumsjahren. Eine Prinzenpaar-Kostümgarnitur hat Mainz aber immer: Hier im Museum!

 

Ein ganz großes Kompliment…

…an den Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum e. V., welcher die Trägerschaft des Museums und Fastnachtsarchivs übernommen hat! Man bietet hier jedem Freund der fünften Jahreszeit einen wunderbaren Besuch in die bunte Welt der Närrinnen und Narrhalesen. Jeder Szenenkenner zieht wohl die Narrenkapp‘ vor dieser Organisation und ist nach dem Verlassen des Musems voller Dankbarkeit.

 

Fazit unseres Rektoren nach seinem Besuch: „Der Eintrittspreis ins Mainzer Fastnachtsmuseum war meine beste Investition des Jahres!“

 

H e l a u !

 

Fotos: Akademie FRAK © 2019

Wir danken dem Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum e. V. für die unentgeltliche Freigabe

 

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