Kurioses

Rosenmontagszugsverspätungen
Düsseldorf: Ein seltenes Kuriosum boten die Düsseldorfer Narren im Karneval 1990, als die Veranstalter den Zug wegen eines Orkans auf den 19. Mai verschoben und im Jahr 2016 auf den 13. März.
Das schafften übrigens auch die Narren in der belgischen Grenzstadt Raeren bei Aachen, als am Faschingssonntag 2010 wegen brutaler Schneeglätte der Rosenmontagszug abgesagt und am 1. Mai nachgeholt wurde. Und 2016 verschoben die Mainzer ihren Rosenmontagszug um drei Monate… auf den Muttertag!!!

Historische Konkurrenz
Mainz: Der 1845 gegründete Fastnachtsverein “Duttinger” wurde sofort wieder verboten, weil die Stadt neben dem MCV keinen zweiten Fastnachtsverein duldete.
Heute zählt Mainz weit über 70 karnevalistische Gesellschaften.

Kleiner geht’s nicht
Unna: In dieser Stadt fand von 1956 bis 2011 der kleinste Faschingszug der Welt statt (EINE Person zog EINEN Leiterwagen mit jährlich wechselndem Thema).

Größer geht’s nicht
Frechen: Die Kölner Firma Deiters (ganzjähriger Verkauf von Karnevalskostümen und Zubehör) eröffnete 2012 in Frechen das GRÖSSTE KARNEVALSKAUFHAUS DER WELT mit immer mindestens 200.000 vorrätigen Kostümen und 20.000 verschiedenen Accessoires und Zubehörartikeln von Perücken, Hüten und Schminke bis zu allen erdenklichen Dekorationen und Wurfmaterialien. Deiters verfügt über 22 Filialen im ganzen Bundesgebiet (Stand: Juni 2017) sowie eine eigene Importabteilung incl. Büro in Fernost. In Spitzenzeiten beschäftigt Deiters zirka 600 Mitarbeiter.

Weibliches Dreigestirn
Daß das Dreigestirn (Prinz, Bauer und Jungfrau) komplett weiblich ist, findet man zwar in einigen wenigen Orten und Städten. In einer „Blütenstadt“ passierte es allerdings einmal, daß das weibl. Dreigestirn die Regentschaft am 11.11. nicht antrat: Prinz und Bauer hatten sich offenbar hoffnungslos zerstritten. Berichten zufolge waren allerdings Kleidung und Orden zum Zeitpunkt der Absage bereits fertig und das Dreigestirn blieb auf tausenden von Euro an Unkosten sitzen. Die Regentschaft wurde vom Kinderprinzenpaar alleine übernommen.

In der Weihnachtsbäckerei Faschingsbäckerei…
Eine kuriose Ordensverleihung erlebten die Gäste auf der Inthronisation des Faschingsvereins Kammerberg-Fahrenzhausen/Oberbayern. Der Lieferant für die Orden hatte den Faschingsverein versetzt. Die große Rettung kam von der örtlichen Bäckerei: Sie lieferte Ersatzorden aus Lebkuchen mit dem Farbfoto des Prinzenpaares. Die Metall-Orden wurden später nachgereicht.

Das „schlankste“ Party-Knabbergebäck der Welt…
…sind sehr wahrscheinlich die „Sticks aus dem Schwarzwald“ von MAYKA Naturbackwaren in Schliengen. Die Sticks sind nicht nur deutlich dünner als die üblichen Salzstangen (dafür sind logischerweise auch viiiiiiiel mehr in der Packung), sondern auch etwas dunkler gebacken, was den „Back-Geschmack“ erhöht. Gastgeber, welche diese Sticks nicht in der Originalverpackung servieren, werden nur dauernd gefragt, wo’s diese originellen Salzstangerl zu kaufen gibt…

China in Deutschland – Deutschland in China
Dietfurt/Beijing: Seit 1954 gibt’s am unsinnigen Donnerstag den Dietfurter „Chinesenfasching“ mit mottogetreuem Faschingszug und anschließendem Narrentreiben bis in die frühen Morgenstunden.
Der entgegengesetzte Fasching findet in China statt. Angeregt von der Kneipe „Der Landgraf“ in Beijing lassen sich seit Jahren die Chinesen vom deutschen Karneval anstecken, tragen deutsche Faschingskostüme und singen deutsche Stimmungslieder mittlerweile nahezu akzentfrei mit, wenn sie nicht gerade Schweinshaxe essen…
Ob sich die Städte Dietfurt und Beijing gegenseitig mit Kostümen beliefern?

Schmutzigster Rosenmontagszug der Welt
Tobago: Während des Rosenmontagszuges „J’ouvert“ in der Hauptstadt Port of Spain schmieren sich die Zugteilnehmer alljährlich gegenseitig mit Schlamm und Schokoladensoße ein. Nach dem Zug gibt’s vor den großen Hotels ein zusätzliche Schauspiel: Die verkleckerten Teilnehmer ziehen sich bis auf die Unterwäsche aus, werfen ihre Kleidung in den Müll, stellen sich unter die dafür eigens vor den Hotels aufgestellten mobilen Duschen und flitzen dann alle in patschnassen Unterhöschen quer durch die Hotelhallen auf ihre Zimmer.

Aua-aua-aua-aua-aua!
Dominikanische Republik: In einer dominikanischen Faschingshochburg machen an jedem Sonntag im Februar „Diabolos cojuelos“ (hinkende Teufel) die Straßen unsicher, indem sie nicht nur anderen Teilnehmern, sondern auch den Zuschauern ganz gehörig den Popo verhauen. Das bestehende Verbot, andere Körperstellen zu treffen, wäre eigentlich gar nicht nötig, denn die Teufel zielen dank ihrer oft jahrzehntelanger Erfahrung absolut perfekt.

Und wussten Sie schon…
… daß in Maaseik und Kinrooi (Belgien) der Faschingszug erst am vierten Fastensonntag stattfindet?
…daß der russische Fasching „Butterwoche“ heißt und auch am (kalendarisch orthodoxen) Aschermittwoch endet?
…daß die holländischen Kinder im Bereich Ende Februar/Anfang März „Krokusferien“ haben?
…daß man sich in Vorarlberg am unsinnigen Donnerstag den Braten stiehlt?
…daß der Fasching in Namibia sechsmal im Jahr stattfindet?
…warum die Fasnacht in Basel (Schweiz) erst am Montag NACH dem Aschermittwoch beginnt? > sh. Basler Fasnacht

…daß in Argentinien die Schüler ihre Faschingswägen ganz offiziell wochenlang während der Schulzeit bauen dürfen?

Argentinien ist (lt. Habakuk 2010) im IQ-Durchschnitt auf Weltranglistenplatz 28, Deutschland auf Platz 6.

 

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