Kehraus

nennt man im Süden Bayerns sowohl den letzten Faschingsball (am Faschingsdienstag) als auch gebietsweise den Faschingsdienstag selbst. Faschingszüge an diesem Tag werden mit dem Begriff i.d.R. nur in Verbindung gebracht z.B. mit der Formulierung „Faschingszug in Xxxstadt, anschließend Kehraus im TSV-Saal“.

Kehrausbälle enden traditionell um 24:00 Uhr, an manchen Stellen folgt nach Mitternacht das sog. Prinzen- oder Faschingsbegräbnis.

 

Namensherkunft

Der Begriff entstammt lt. mündlicher Überlieferung der Reinigung von Tanzlokalen nach dem Fasching. In manchen Gegenden war es in früherer Zeit üblich, daß nach dem Ende des Faschingsdienstagsballs um 24:00 Uhr die Ballbesucher dem Gastwirt halfen, die Luftschlangen und Konfettis aus dem Saal zu kehren. Möglicherweise war der letzte Ballveranstalter ein Verein und die Helfer bestanden vorwiegend aus Vereinsmitgliedern. Naheliegend wäre z.B. auch, daß es ein Faschingsverein war, der beim letzten Ball das bis heute übliche „Prinzenbegräbnis“ durchführte, wodurch in früheren Zeiten sehr viel „flüssiger Schmutz“ entstand. Da schüttete man gar die Reste aus den Trinkgläsern über den Prinzen.

Aus diesem „Kehr-aus!“, der damals genau genommen zu Beginn des Aschermittwochs stattfand, enstand dann sehr schnell der Name „Kehraus-Ball“.

sh. auch Aschermittwoch

 

 

 

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