Kappenabend

Ursprünglich die rein interne Abendveranstaltung einer Karnevalsgesellschaft, in welcher ausschließlich die (männlichen, weibliche gab’s damals noch nicht) eigenen Gesellschaftsmitglieder mit ihren Narrenkappen bekleidet Zutritt hatten, wobei in alten Aufzeichnungen als einzige Ausnahmen die im Programm auftretenden Personen verzeichnet sind.

 

Die Grenzen zu heutigen Kappenabenden verlaufen in der Geschichte des Karnevals fließend. Vom gegenseitigen Besuch verschiedener Gesellschaften (zunächst immer nur die Herren) über die Teilnahme von männlichen Familienmitgliedern und Freunden zum Zweck der Anwerbung neuer Mitglieder bis zur sehr viel späteren  Erlaubnis, auch die Ehefrauen mitbringen zu dürfen.

 

Heute werden als Kappenabende auch Veranstaltungen mit absolut freiem Verkauf der Eintrittskarten bezeichnet, wobei als einzige Pflicht für die Besucher das Tragen von karnevalistischen Kopfbedeckungen gegeben ist. Interne vereinseigene Kappenabende gibt es hingegen auch heute noch, mancherorts sogar bei der Generalprobe für das jeweilige neue Sessionsprogramm, was absolut Sinn macht: Man gewöhnt Neulinge im Programm an Publikum und testet gleichzeitig besondere Programmeffekte („Applaustest“). Und den Technikern bietet dies eine perfekte Gelegenheit für die Einstellung von Licht und Ton im zumindest nicht „komplett leeren“ Saal.

 

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