Huckepackkostüm

International nennt man sie „Carry Me“, bei uns sind sie unter dem Namen „Huckepack-Kostüme“ bekannt.
Die ersten derartigen Kreationen entstanden wohl aus dem Kombi-Kostüm „Pferd trägt Reiter“.

Klar: Eine optische Täuschung!
Aber wenn’s derart gut gemacht ist:
Ganz großes Kompliment an Jürgen Baldauf!

 

Einer Münchner Legende nach soll der „Trockenreiter“, ein stummer Rekommandeur vor dem ehemaligen Oktoberfest-Hippodrom in den späten 60er Jahren die ersten Faschingskostümproduzenten auf die Idee gebracht haben, Huckepackkostüme als Massenware dem breiten Publikum anzubieten.

Eine Idee, die zur damaligen Zeit offenbar kläglich scheiterte.

Möglicherweise lag es daran, daß man in diesem Kostüm nur alleine tanzen kann, es war also „ballsaal-ungeeignet“.

Und für ein Kostüm zum Faschingsball legte man in dieser Zeit mehr Geld hin als für die Verkleidung zum Faschingszug.

 

Erst sehr viel später entdeckte die Karnevalsindustrie das Huckepack-Kostüm als Riesen-Gag bei Faschingszügen.

Bis dahin war es eine von Privatpersonen in mühevoller Handarbeit angefertigte und bei Faschingszügen stets bejubelte Seltenheit (sh. Abb.).

 

Heute gibt es diese Kostüme in unzähligen Variationen, von  „Zwerg trägt Riesen“ und „Wolf trägt Rotkäppchen“ bis zu „Oma trägt betrunkenen Opa heim“.

 

Auf dem Markt findet man sogar aufblasbare Kinderkostüme wie „Prinzessin auf dem Einhorn“ oder „Junge reitet auf einem Drachen“.

 

 

 

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