Bayrisch… von manchen Gästen falsch gesprochen

(Dieser kleine Querschnitt beruht auf dem oberbayrischen Dialekt)

 

Bitte, FOLGENDES geht KEINESFALLS:

 

Azapft ist (Fassanstich)
Sprich: „O-zapft is!“

 

Boar
Gäste aus bestimmten Gegenden nennen uns tatsächlich so.
Sagen Sie einfach „Bayer“ (sprich: „beier“, perfekt wäre: „beia“ (mit breitem „a“).

Korrekt ist dagegen der Ausdruck boarisch für „bayrisch“.

 

Faschingszuch
Wir sprechen in Bayern das „g“ am Wortende, also „Faschingszug“,
sagen auch „Faschingshochburg und nicht „Faschingshochburch“.
Und nach dem Ausspruch „Könich Ludwich“ ist die Gunst bayrischer Tischnachbarn im Keller.
Der Fasching ist auch nicht „lustich“, sondern „lusdig“ oder „luschdig“.
Übrigens:
Der Ausdruck „FaschingsUMzug“ ist in der Faschingsbranche nahezu verschwunden. Man findet ihn noch in Chroniken bis in die 80er Jahre.

 

Moss / ein Maaß
Der Liter Bier im Krug heißt in Bayern „Maß“, gesprochen wie „Pass“ oder „Faß“.
1 Liter Bier = „oa Maß“, 2 Liter sind „zwoa Maß“.
0,5 Liter = „a Hoiwe“, „zwoa Hoiwe“ u.s.w.

 

Minka / Münschen

Die Landeshauptstadt München nennt der Bayer „Minga“. Sprechen Sie das „ng“ weich (ohne das „g“ zu betonen) und das „a“ breit wie bei „La Bamba“.
Oder sagen Sie ganz einfach „München“. Im Hofbräuhauslied singen wir es ja selbst.

 

Pfüat Di / Grüaß Di
Sprich: „Pfiaddi“ und „Griaßdi“!
Herkunft: „Behüt Dich Gott“ und „Grüß Dich Gott“.
Das bayernübliche „Grüß Gott“ spricht man im Dialekt „Griaß-god“.

 

Prosit…
…singt man nur beim „Prosit der Gemüatlichkeit“.
Zum Anstoßen mit Krügen oder Gläsern sagt man „Prost!“, wobei das „P“ eher wie ein „B“ klingt.

 

Schiemsee
Jeder Dialekt hat Grundsätze, auch Ihrer und unserer.
Chiemsee spricht man hier „Kiemsee“, China = „Kina“, Chirurg = „Kirurg“ und Chemie = „Kemie“.
Ist ein kleiner Scherz gestattet? „Wir sagen ja auch nicht ,Schristbaum’!“
„Schantal“ sagen wir übrigens schon…

 

Sepplhose
Diesen Begriff kennt die bayrische Sprache nicht. Er gilt hier als Beleidigung.
Gemeint ist damit wohl unsere „Lederhosn“. Eingefleischte Bayern sagen dazu auch „Grachledane“ (Krachlederne).

 

Und hier noch einige „Übersetzungen“:

Backpfeife = „Wadschn“ oder „Schoin“

Bonbon = „Guatl“  (ein Hustenbonbon = „a Huaschdnguatl“)
Broiler = „a hoiwats Hendl“
Bulette = „Fleischpflanzl“
Frittatensuppe = „Pfannakuachasuppm“ (der letzte Buchstabe ist KEIN Druckfehler!)
Klöße = Knödel („Gnedl“ oder „Gnell“, beides mit kurzem breiten „e“)
Reibekuchen = „Reiwadadsche“ oder „Kadoffebuffa“
Weizenbier = „Weißbier“
20:15 Uhr = „viertlnochachte“
20:30 Uhr = „hoiweneine“
20:45 Uhr = „dreiviertlneine“
20:55 – 21:05 Uhr = „umara neine rum“

 

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